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Schule für Bilderrahmer vor der Schliessung?
Bilderrahmen werden traditionell gebaut von Gesellen des Vergolder-, des Glaser- und des Buchbinderhandwerks. Daher verwundert es nicht, dass Seminare für die Ausbildung zum fachkundigen Einrahmer in den letzten Jahren bei einer Rahmerschule angesiedelt waren, die im Rahmen des "Buchbinderkollegs" angeboten wurde. Mag der Bilderrahmenbau selbst noch etwas sein, was Glaser und Buchbinder und Vergolder passabel bewältigen können, ob Alurahmen, Holzrahmen oder Kunststoffwechselrahmen. Das gleiche mag für einfache Passepartouts gelten. Fachgerechtes verputzen von guten Holzwechselrahmen (wie z.B. bei allen Holzrahmen der Firma Spagl üblich) will gelernt und geübt sein und ganz sicher verstärkt gilt das für alle Bereiche der konservierenden Einrahmung, sei es, was der Bilderrahmer über Passepartouts-Inhaltsstoffe wissen oder was der verantwortungsbewusste Einrahmer über Bildbefestigungstechniken gelernt haben muss. Auch für die Nicht-Absolventen von Handwerksausbildungen unter den Einrahmern und Bilderrahmenherstellern waren die Kursprogramme des Kollegs nützlich, waren sie doch oft die einzig professionelle Möglichkeit, sich ausserhalb der Rahmerhandwerksausbildung mit den Einrahmungstechniken auseinanderzusetzen. Wie der Kunsthandel, das Organ der Bilderrahmenbranche, in seiner Mai-Ausgabe berichtet, steht eine Schliessung dieser Bilderrahmerausbildung (die man mit dem Titel "Geprüfter Bildeinrahmer" abschloss) vor der Schliessung bis Oktober 2009, man will so einer drohenden Insolvenz zuvorkommen. Es wäre sehr zu wünschen, dass Interessierte aus der Facheinrahmung und der Bilderrahmenindustrie noch Wege finden würden, die Rahmenschule zu erhalten. Hier dürfte vor allem auch der Bundesverband Bild und Rahmen gefordert sein.

