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100 Jahre Bilderrahmerverband in Grossbritannien
Eine ganze Druckseite widmet der neueste Kunsthandel, das deutsche Druck-Organ der Einrahmer, Kunsthändler und Rahmenhersteller, dem englischen Verband mit dem Namen Fine Art Trade Guild zu seinem einhundertsten Geburtstag. Wie wahrscheinlich viele Verbände aus der Not geboren, widmete sich dieser Verband für Feine Kunst in der ersten Zeit wohl einer Praxis, die heute und hier das Kartellgericht interessieren könnte: Bilderrahmen-Verband Mitglieder wurden verpflichtet, nicht unter einem gewissen Preis zu verkaufen um gegen den allgegenwärtigen Kunstpreisverfall anzukommen. Interessant an dem Artikel im Kunsthandel auch der Ausblick auf deutsche Kunsthändler und Bilderrahmenhersteller, die wohl im Großbritannien der Vorkriegszeiten eine -für die einheimische Rahmenbranche- beängstigend starke Rolle spielten. Allerdings scheint der britische Verband für Rahmen und Kunst -im Gegensatz zum heimischen Bundesverband Bild und Rahmen- ein starker und durchsetzungsfähiger Verein zu sein: Nicht nur, dass er einen Qualitätsstandard für Einrahmungswerkstätten auf die Beine stellen konnte: Tatsächlich haben sich denn auch mehr als 1000 britische Rahmenwerker nach diesem Standard zertifizieren lassen. In Deutschland ist es zu einem derartigen verpflichtenden eigenen Rahmenwerk nie gekommen, allerdings ist die britsche Vorlage inzwischen durch einen deutschen Rahmen-Leistenhersteller übersetzt und tatsächlich haben sich auch 4 (in Worten Vier) Einrahmungsfachbetreibe in Deutschland gefunden, die sich einer Begutachtung nach diesem Rahmenstandard unterzogen haben. Die Britische Fine Art Trade Guild wirkt aber weiter auch im Ausland und wohl auch auf Fachmessen in Deutschen Landen, vielleicht kann Sie ja in den nächsten Jahrzehnten rahmenmässig noch etwas bewegen bei den deutschen Einrahmern.

