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Bundesverband Bild und Rahmen ohne Echo
Das Editorial benutzt Heinrich Ackermann, Chefredakteur von "Der Kunsthandel", dem Fachmagazin für Kunsthändler und Einrahmer, zur Klage über den Niedergang der Verbände der Bilderrahmer. So stellt er fest, dass auf der kürzlich anberaumten Mitgliederversammlung des deutschen Bundesverbandes Bild und Rahmen ganze 2 (in Worten: zwei) Nicht-Funktionsträger gekommen waren und zwar Vertreter der Bilderrahmenindustrie. Den Vertretern der deutschen Einrahmer und Bilderrahmenhersteller muss man für die letzten Jahre eine sehr engangierte Arbeit im Dienste von Bilderrahmen, Passsepartout und fachgerechter, konservatorisch einwandfreier Bilder-Rahmung attestieren. Daran, dass der Einrahmer-Nachwuchs ausbleibt, ist der Bundesverband Bild und Rahmen sicher nicht Schuld, das liegt wohl eher an dem Sicherheitsstreben der nachwachsenden Generation und ist mitnichten ein Phänomen der Bilderrahmenbranche. Und daran, dass die Branche Bild und Rahmen aus ihrem Nischendasein nicht herauskommt seit Jahr und Tag ist er auch nicht Schuld, das ist eher ein bilderrahmenbranchenstrukturelles Problem in dem Sinne, dass einerseits die Bilderrahmen-, Bilderleisten- und Passepartoutindustrie und auch die grossen, leistungsfähigen Einrahmungsfachgeschäfte noch lange nicht gross genug sind, um die Kosten eines voll professionellen und effektiven Bilderrahmenverbandes zu schultern, andererseits aber naturgemäss, neben der ganzen Bilderrahmenherstellungs- und Einrahmungstätigkeit wenig Zeit bleibt, um die Dinge selbst in die Rahmerhand zu nehmen (siehe oben). Grosses Ziel der Verbandsarbeit müsste es sein, den Bilderrahmen und die gute Einrahmung verstärkt ins Bewusstsein einer kulturell interessierten, bundesweiten Öffentlichkeit zu bringen über Presse und Medien und auf ein einheitlich seriöses Auftreten der Bilderrahmer hinzuwirken, wie es etwa bei Apothekern und Brillenmachern schön zu beobachten ist. Wenn das gelänge, wäre es sicher auch wieder nicht so schwierig, Nachfolger zu finden, die Spass hätten am Verkauf von Bilderrahmen und der Herstellung hochwertiger, ästhetisch anspruchvoller Einrahmung. Und genau an diesem Punkt beisst sich die Bilderrahmen-Nachfolger-Frage auch in den Bilderrahmenschwanz. Bevor wir Einrahmer jetzt alle in Trübsinn und Lethargie verfallen (was wir vom Werkladen/Rahmenwerk natürlich sowieso nicht tun!): Eine preiswerte und wirkungsvolle Chance scheint mir der Bundesverband nicht wirklich zu nutzen: das internet. Warum erscheint eine Darstelllung des Bundesverbandes, z.B. mit der Liste der Mitglieder des Bundesverbandes Bild und Rahmen nicht bei google oder yahoo unter "Einrahmungen" auf der ersten Seite? Das müsste auch mit den Mitteln des deutschen Bundesverbandes Bild und Rahmen hinzubekommen sein. Zweiter Vorschlag: warum sollte, was dem Apotheker möglich ist, dem Rahmerverband (mit all seinen Kreativ-Kontakten) nicht möglich sein: ein griffiges Einrahmer-Logo zu entwerfen, das zu zeigen (beispielsweise ähnlich präsent wie das rote Neon -"A" der Apotheker) sich jedes Rahmenverbandsmitgleid verpflichtet. Hier könnte man per Wiedererkennung langsam ins Gedächtnis des Bürgers eindringen, andersherum das Interesse der Einrahmer wecken, mitzutun: welcher Apotherker würde schon gern darauf verzichten, das rote A sehr deutlich und Abends mit Beleuchtung zu zeigen? Und noch ein sehr kurzfristiges Projekt zur Verbesserung des Zusammenhaltes in der Bilderrahmenbranche: Ein Bilderrahmen-Newsletter für die Verbandsmitglieder...Warum sollte dem Bundesverband nicht möglich sein, was alle namhaften Bilderrahmen- und Passepartouthersteller schon lange praktizieren (und womit sie auch Kosten sparen)? Vielleicht wäre in diesem Punkt ja auch eine Kooperation mit dem "Kunsthandel" möglich...Bitte, packen Sie´s an!

